
Identität im Kontext von Krieg und Migration
Vor über 30 Jahren führte der Krieg in Bosnien und Herzegowina zur Flucht von etwa 2,5 Millionen Menschen. Viele fanden ein neues Zuhause in verschiedenen Teilen der Welt – darunter auch in Österreich und den USA.
Das Forschungsprojekt „Identität im Kontext von Krieg und Migration“ beschäftigt sich mit den Erfahrungen von Menschen, die damals als Kinder oder Jugendliche fliehen mussten (die sogenannte 1.5-Generation).
Was untersuchen wir?
Anders als viele bestehende Forschungen zur Flucht verfolgt diese Studie eine Langzeitperspektive: Wir interessieren uns dafür, ob und wie die frühen Erfahrungen von Krieg und Flucht das Leben der Menschen über einen Zeitraum von drei Jahrzehnten beeinflusst haben. Wir möchten die Muster und Strategien untersuchen, die Menschen entwickeln, um mit diesen Erfahrungen umzugehen.
Wie forschen wir?
Wir suchen in Wien oder Chicago lebende Menschen bosnischer Herkunft, die als Kinder oder Jugendliche geflüchtet sind – und bereit sind, ihre Lebensgeschichte mit uns zu teilen.
Die beiden Städte unterscheiden sich in Bezug auf Geschichte, Demografie, Einwanderungspolitik sowie soziales und kulturelles Zusammenleben. Durch diesen Vergleich wollen wir besser verstehen, wie das soziale Umfeld die individuelle Identitätsentwicklung beeinflusst.
Was wollen wir erreichen?
Das Projekt möchte nicht nur zu wissenschaftlichen Debatten beitragen, sondern auch oft übersehene Perspektiven von Menschen sichtbar machen, die in sehr jungen Jahren Krieg und Flucht erleben mussten. Damit soll das gesellschaftliche Verständnis für die Konstruktion von Identität im Kontext von Krieg und Migration vertieft werden.
Interesse an einer Teilnahme?
Wir freuen uns über Rückmeldungen und stehen bei Fragen jederzeit gerne zur Verfügung:
Projektleitung:
Ana Mijić – ana.mijic@univie.ac.at
Projektmitarbeiterinnen:
Slađana Adamović – sladana.adamovic@univie.ac.at
Jelena Jokić-Bornstein – jelena.jokic-bornstein@univie.ac.at
